Die Bevölkerung der Welt in Bildern
Die nachfolgende Bilderserie zeigt die Bevölkerung der Welt von 1 n.Chr bis 2300 n.Chr und den Anteil der einzelnen Länder und Staaten.
Kartenerklärung:
Je „aufgeblähter“ ein Land erscheint, desto größer ist die Bevölkerung in diesem Land. Je „schmaler“ ein Land erscheint, desto geringer ist dort die Bevölkerung.
Weltbevölkerung im Jahre 1

Die Weltbevölkerung vor zwei Jahrtausenden betrug schätzungsweise 231 Millionen. Zu dieser Zeit waren Nord- und Südamerika nur spärlich besiedelt.
Neuseeland hatte zu dieser Zeit vermutlich noch keine Menschen gesehen und niemand lebte dort.
Südasien, Nordafrika, China und Südeuropa (als Teile der eurasischen Landmasse) hatten eine relativ hohe Bevölkerungszahl. Die kälteren Bereiche im Norden waren entsprechend weniger dicht besiedelt.
Die Gegenden des heutigen Ganges, des Zweistromlandes, des Yangtse, des Nils und des Pos waren zu dieser Zeit am dichtesten bevölkert. In Europa und Kleinasien vor allem durch das römische Reich.
Weltbevölkerung im Jahre 1500

Zur Zeit der spanischen Eroberung in Südamerika und zur Zeit von Kolumbus, war die Bevölkerung Mexicos und Perus größer als die restliche Bevölkerung Amerikas.
Die Regionen mit den meisten Einwohnern waren nach wie vor Südasien und Ostasien. Zusammen beherbergten diese mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung.
Die Verteilung der Weltbevölkerung war mit der aus dem Jahre 1 bis auf Afrika relativ identisch, auch wenn sich diese mittlerweile auf etwa 450 Millionen fast verdoppelt hatte.
In Afrika haben sich die Anteile der Bevölkerung vom Norden in den Südwesten verschoben, durch den Fall des römischen Reiches und den Niedergang Ägyptens. Ebenso sorgten die europäischen Kolonisatoren in Westafrika für einen starken Bevölkerungsaustausch durch Sklaverei.
Durch den beginnenden Handel mit Europa und dem starken chinesischen Einfluss hat sich die Bevölkerung in Japan sehr stark vermehrt.
Die Bevölkerung von Amerika beginnt durch die europäische Besiedlung immer stärker zu steigen.
Indonesien profitiert ebenfalls vom Fernhandel der europäischen Handelsmächte und seine Bevölkerung steigt stark an.
Weltbevölkerung im Jahre 1900

Zwischen 1500 und 1900 hatte sich die Weltbevölkerung fast verdreifacht und erreichte im Jahre 1900 1.564 Milliarden Menschen. In dieser Zeitperiode (1500-1900) wuchs die Bevölkerung von England und der USA um das mehr als zehnfache an. Der Grund dafür waren in Amerika natürlich die zahllosen Auswanderer Europas und Asiens, die sich in der neuen Welt eine bessere Zukunft erhofften und in England der stark steigende Wohlstand durch die englischen Kolonien und vor allem durch die Westindische Handelsgesellschaft, die den Welthandel lange Zeit kontrollierte.
Die Bevölkerung Afrikas sank kontinuierlich ab, vor allem durch den Sklavenhandel und die Verschleppung ganzer Völker nach Amerika, aber auch durch innenpolitische Probleme, die die Ausbeutung durch die Europäer (allen voran England) mit sich brachten.
Durch die großen Pestepidemien und andere Seuchen des 16. Und 17. Jahrhunderts verlor Europa einen nicht unbeträchtlichen Teil seiner Bevölkerung. Auch der 30jährige Krieg sorgte für einen starken Bevölkerungsrückgang in ganz Europa.
Im Jahre 1900 war der größte Teil der Welt unter imperialer Herrschaft und neue Grenzen wurden gebildet. Die Grenzen Afrikas wurden zum größten Teil erst 1919 im Versailler Vertrag festgelegt.
Weltbevölkerung im Jahre 1960

Durch die beiden Weltkriege und die spanische Grippe 1918-1920 erlitt Europa einen Verlust von über 120 Millionen Menschen, was mehr als ein Viertel der Gesamtbevölkerung ausmachte. Hinzu kam eine sehr starke Flucht- und Auswanderungswelle von Kriegsflüchtlingen und Vertriebenen, wodurch Europa zusammen mit den Opfern fast die Hälfte seiner Bevölkerung einbüßte. Der Aufschwung nach dem WK2 konnte diesen Verlust nur knapp wieder aufholen.
Die Bevölkerungszahl Europas lag dadurch 1960 nur knapp 50% höher als 1900, obwohl sich Europas Bevölkerung von 1850-1900 fast verdoppelte.
1960 erreichte die Weltbevölkerung erstmals über 3 Milliarden Menschen. So wie heute, waren damals die Bevölkerungen von China und Indien mehr als zweimal so groß wie die Bevölkerung des nächstgrößten Landes.
Seit 1900 war die Bevölkerung von Südamerika kontinuierlich gewachsen. Der dortige Anteil der europäischen Bevölkerung nahm seit 1900 beständig ab, von anfangs 15% über 11% 1960 bis auf 6% im Jahre 2000.
Weltbevölkerung im Jahre 2050

Die erwartete Bevölkerung im Jahre 2050 wird auf mehr als 9 Milliarden Menschen geschätzt. 62% aller Menschen leben dann in Afrika, Südasien und Ostasien. So viele, wie die gesamte Bevölkerung des Jahres 2005.
Die weiteren 3 Milliarden Menschen werden über den Rest der Welt verteilt sein.
Ab 9-11 Milliarden Menschen wird sich die Bevölkerung vermutlich stabilisieren und rückläufig werden um sich bei etwa 9 Milliarden Menschen einzupendeln.
Diese Zahlen sind jedoch natürlich nur Schätzungen und mögen durch unvorhergesehene Ereignisse dann im Jahre 2050 ganz anders aussehen als wir heute vermuten.
