Der 1989 verhinderte Bau des drittgrößten Staudammes der Welt, ist nun, trotz weltweiter Proteste, beschlossene Sache. Die letzten Unterschriften
wurden gesetzt und die Ausschreibungen zum Bau des Megaprojektes haben begonnen.
Der Belo-Monte-Staudamm wird nach dem Dreischluchtenstausee in China und dem Itaipu-Stausee (ebenfalls in Brasilien), der drittgrößte seiner Art sein und soll auf eine Leistung von 11 Gigawatt ausgelegt sein, womit er etwa 10% Brasiliens mit Strom versorgen würde
Der auf einer Länge von 140km aufgestaute Fluss Xingu wird den Amazonas-Regenwald auf einem Gebiet von 500 Quadratkilometer überfluten und etwa 20.000 Menschen, darunter zahllose Stämme der Amazons-Indianer, heimatlos machen. Zudem muss für die Stromleitungen zum und vom Megastaudamm weiterer Regenwald gerodet werden, und das auf hunderte Kilometer Länge.
Die Folgen für den Regenwald und das Ökosystem Amazonas sind völlig unabsehbar. Laut Brasiliens Umweltminister Carlos Minc sind diese aber „kalkuliert und minimiert“…
Weiterführende Links
» Protestseite zum Bau des Belo-Monte-Staudamm
» Original-Artikel beim ORF